Day 9

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Wir waren pünktlich beim „Chinese Scooter Dealer“, Spiegel dran, Batterie und Sprit rein und los ging es.
Jetzt brauchten wir noch ein „Chinesen-Outfit“ um gut getarnt die 700km zu schaffen, denn nur eine einzige Polizeikontrolle wäre das aus. Die Gesetzeshüter sind hier an jeder Ecke. Unsere Tarnklamotten haben wir in Läden am Weg gefunden. Mundschutz und Flexerbrille (0,70€). Siehe da, es funktioniert, wir haben es geschafft; 60km quer durch die Stadt zur Mauer zu fahren ohne entdeckt zu werden.

Es war ein klasse Gefühl endlich mit `nem Bier in der Hand auf der Großen Mauer zu stehen. Eines der 7 Weltwunder und dem weitesten Punkt einer langen Reise. Gerne wären wir mit den Mash hier gewesen. Aber in Anbetracht wie krass dieses Land von der Regierung kontrolliert wird, wäre es ohnehin sehr schwer gewesen mit den Mash unauffällig durchs Land zu kommen.

Selbst übernachten im Hotel wird bei der Polizei registriert. Da diese Registrierung nicht jedes Hotel macht, hat uns z.B.  heute erst das 5. Hotel aufgenommen und gestern das 4.
Es gibt zwar jede Menge Hotels, diese sind aber in fremder Schrift und fremder Sprache nicht zu erkennen. Die Hilfsbereitschaft der Leute ist immer wieder erstaunlich. In Peking lief eine Passantin mit uns alle 4 Hotels ab um den Leuten dort unser Anliegen zu übersetzen.
Die verschiedenen Landkreise sind hier bewacht wie vollbesetzte Zollübergänge.  Zum Glück war die „Police Control“ rechtzeitig zu sehn. Über Stock und Stein eine grüne Grenze war die Lösung. Andernfalls wäre hier Endstation gewesen. Kaum daran vorbei wurde klar weshalb die Regierung hier nicht alle Welt überall im Land haben will. Es gibt echte Schandflecke auf dem Land. In den Stadtzentren dann der krasse Gegensatz: Prunk und Glamour, wie in einem Sciencefiction.
Außerdem gab es heute denn erst Plattfuß. Dumm nur, dass unser Werkzeug im Hotel an der Grenze liegt. Da wir die Nummer mit dem Roller überhaupt nicht geplant hatten, haben wir außer einem Rucksack mit einem Satz Klamotten nichts dabei. Wie durch ein Wunder blieb die Büchse direkt vor einer Schrauberbude stehen. Es ist schon ein echtes Erlebnis wie hier so was repariert wird. In kaputten FlipFlops, schrottreifem Werkzeug, mit einem LKW-Flickstopfen, im Dreck. Er wollte 4€ dafür. Gegeben haben wir Ihm 13€ und ein paar neue Pantoffeln aus `em vorletzten Hotel. Immerhin waren 3 Leute 1h mir vollem Einsatz beschäftigt und haben uns enorm geholfen.

Hier ist jeder Tag wie ein Krimi.

 

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