Monat: Juni 2016

Day 22

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Wodka am Morgen und Wodka am Abend. Die Jungs am Nachbartisch konnten es nicht sehen, dass wir allein am Tisch saßen, packten ihre Sachen und setzen sich zu uns. Nach dem üblichen „Hand und Fuß Smalltalk“ wurde der Wodka ausgepackt. Es hieß:“ In Russland trink man 3“. Wir bremsten nach dem 2. Kurzen. Einer meinte, Fahren mit Alkohol sei kein Problem, er sei heut die Polizei. Am liebsten hätten sie sich noch mit uns abends verabredet. Da unser Ziel allerdings in der anderen Richtung lag, wurde nix daraus. Sie ließen uns noch Bier da und verabschiedeten sich.
Am Abend fanden wir wieder neuen Anschluss. Baggerfahrer Dimon, seine Frau Natascha und ihre beiden Kinder campierten nebenan am gleichen Fluss. Wieder gab es Wodka, Fleisch, Brot und Altbier. Noch ein toller Abend in netter Gesellschaft. Man, wir müssen Russisch lernen! An das typische Freizeitprogamm hier kann man sich gewöhnen. Man packt seine Sachen, fährt an einen schönen Ort und gut. Wildcampen, Fischen, Feuerle machen alles ganz legal und kostenlos.

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Day 21

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Wir nutzen die Regenpause und starteten hopplahopp in den Tag. Schnell das nasse Zeugs irgendwie zusammen packen und los. Es hat sich gelohnt, wir sind dem schlechten Wetter entkommen. In den vergangenen 20 Tagen hatten wir die Regenkombi nur 3 x für ne 1h an, für allenfalls leichten Regen. Das ist echt Glück, denn den Berichten anderer Reisender zufolge muss es hier die Wochen zuvor oft stark geregnet haben. Das Land ist jetzt schön grün und Schnaken gibt’s in Hülle und Fülle.
Diesmal dachten wir, wir sind besonders schlau und nutzen den Google-Translater um Frühstück zu bestellen.  „Frühstück komplett“ + „Kaffee mit Milch ohne Zucker“. Bekommen haben wir eine Schüssel heiße Milch mit bissel Milchreis am Grund und Brot-Mocken zum rein tunken. Der Kaffee kam hinter her, dafür aber schwarz. Die Pfannkuchen mit Honig waren als Ausgleich echt lecker.
Piere und Christian kommen aus der französischen Schweiz und fahren über die Südroute in die Mongolei. Jetzt haben wir endlich jemand gefunden der unser restliches Mongolen-Geld brauchen kann. Für den guten Kurs luden Sie uns noch zum Kaffee ein. Wir wünschen den beiden noch viel Spaß auf ihrer Tour.
Zum Mittag gab es leckeres Schaschlik vom Grill. Unsere Tischnachbarn machten spontan Party, drehten ihr Autoradio auf 10, tanzen mit der ganzen Familie und wir mittendrin. Langsam glaub ich echt, es ist kein Volk so spießig wie die Westeuropäer.

 

We used the rain break and started hotfooted into the day. We packed up the wet stuff quickly anyhow and left. It did pay off, we have escaped the bad weather. During the past 20 days we wore the rain protection only 3 x for 1H, mostly in light rain.
According to the reports of other travellers, this is real luck, because it must have often rained strongly here weeks before, . Now the country is nicely green and there are midges abundant. This time we thought, we are especially clever and use the Google-Translater to order breakfast. „Breakfast Complete“ + „coffee with milk without sugar“.
We have got a bowl of hot milk with a bit of rice pudding at the bottom and bread pieces to dip into. The coffee came afterwards, however, black. The pancakes with honey were as compensation really delicious.
Piere and Christian come from the French part of Switzerland and are about to make it on the south route to Mongolia. Now we finally found someone who can use our remaining Mongolian money. For the good exchange rate, they invited us for coffee. We bade them farewell and lots of fun on their tour.
For lunch we had delicious barbecued shish kebab. Our lunch-neighbours started partying spontaneously. They turned their car radio on 10, dancing with the whole family with us right in the middle of it. Slowly but surely i start to believe, there is no folk as prissy as the West Europeans.

Day 20

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Eine manipulierte Zapfsäule hat uns heute um 2l betrogen. Nach dem loslassen des Zapfhahns stoppte der Fluss wie gewohnt mit dem Unterschied, dass die Uhr noch ein paar Sekunden nachlief. Es war hoffnungslos das dem Tankwart zu erklären. Er saß hinter einer verspiegelten Scheibe. Da der Liter Sprit umgerechnet hier 50 Cent kostet, hält sich der Schaden noch in Grenzen. Heute sind wir ein gutes Stück weiter gekommen, wenn gleich das auf der Russlandkarte auch nur wenige Zentimeter waren. Das Zelt stand gerade noch rechtzeitig vor dem Regen. Weshalb diesmal auch im Zelt gevespert wurde. Unabhängig vom Regen ist das bei der Schnakeninvasion auch ratsam.

 

Today a manipulated petrol pump cheated us out of 2 l. After unclasping the handle of the fuel dispenser the flow stopped as usual – with one difference, the petrol meter ran a few more seconds further. It was pointless to explain it to the gas station attendant. He sat behind a mirror glass. As one litres petrol is converted about 50 cents here, the loss is bearable. Today we made many kilometers, even if it is just a few centemeters on the Russia map. We pitched the tent just in time before the rain began. That’s why we dined in the tent this time. Even without the rain it would have been advisable because of the midge invasion.

Day 19

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Nach einem Bad im anliegenden Fluss gab es ein herrliches Frühstück. Beim satteln der Pferde viel uns auf, dass der Kupplungszug vom Stas`s  seiner Honda nur noch an drei Fäden hing. Martin bat ihm einen unserer Ersatz-Mash-Kupplungszügen an. Was nicht passte, wurde passend gemacht. So fand ein chinesisches Teil seinen Platz in einem japanischen Fahrzeug. Wir tauschten unsere Adressen aus und jeder fuhr seiner Wege. Wie es der Zufall will, vielleicht sehen wir uns mal wieder.
Auf unserem Weg trafen wir einen Ukrainer der mit seinem Fahrrad in die Mongolei fährt. Wir spendeten Wasser und tauschten etwas Mongolen Geld gegen US Dollar. Für die Suche nach einem netten Schlafplatz waren ein paar Kilometer Offroad angesagt.

 

After a bath in the near by river we had a marvellous breakfast. While saddling he horses we realised Stas‘ Honda clutch cable only hung on three threads. Martin offered him one of our spare „Mash“ clutch cables. We meshed what „mis – me(a)shed“. So a Chinese part received its place in a Japanese vehicle. We exchanged addresses and departed on our own ways. If our fate wants, we’ll meet again.
On the way we met an Ukrainian on his way cycling to Mongolia. We donated water and exchanged some Mongols money into US dollar. To find a nice sleeping-place we had to ride a few kilometers off-road.

Day 18

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Gerne hätten wir den See umfahren. Ein Blick auf die Karte zeigte, dass dies nur „sehr“ großräumig möglich ist und ca. 2000km Umweg bedeuten würde. Am Ufer entlang gibt es keine Straßen, allenfalls teils Feldwege. Alle paar Kilometer mündet ein Fluss in den See, die ein direktes Umfahren unmöglich machen. Die Länge vom Bodensee entspricht etwa der Breite des Baikalsees. Er ist 1600m tief und fasst etwa 1/5 des Trinkwassers auf dieser Welt. Wir beschlossen den See südlich zu umfahren.
Während einer Pause fuhr eine Honda Varadero mit Plattfuß daher. Selbstverständlich hilft man sich unter Bikern und wir lernten „Stas“ kennen. Er hatte sich in Wladiwostok das Bike gekauft und fährt nun damit nach Hause nach Kaluga (südlich von Moskau). Das sind mal eben 10.000km quer durch Russland. Da er mit dem platten Reifen schon 100km gefahren war, war da nichts mehr zu retten. Der Reifenflicker nebenan hatte noch einen alten abgefahren Schlappen mit grob passender Größe. Zwei Löcher waren inkl. Egal diese wurden „fachmännisch“ geflickt. Das Ganze kostete dann 1000 Rubel (12€).
Stas bot uns an, mit ihm bei seinen Bikerfreunden im Clubhouse zu nächtigen. Der Abend mit Vadim, Illia und Stas wurde einer der besten Abende unserer Reise.
An der Wand hing eine Weltkarte mit dutzenden Nadeln. In Süddeutschland steckt nun auch eine. Zu der Nadel in Melbourne gab es noch eine Visitenkarte: „Alex Leonhardt“. Genau die gleiche trägt Martin seit Ulaanbaatar mit sich. Im Oasis-Guesthouse trafen wir den deutschen Auswanderer der seit 30 Jahren in Australien lebt. Wieder einmal bestätigt: Die Welt ist ein Dorf.

 

We would have realy liked to ride around the lake. One look at the map showed us, this is only possible by crossing a „very“ wide arear and would mean a detour of approx. 2000 km. Alongside the shores there are no streets, only dirt roads in some parts. Every few kilometer a river leads into the lake what makes a direct driving route impossible. The length of Lake of Constance possibly equals the width of Baikal. It is 1600 m deep and contains about 1/5 of the worlds drinking water. We choose the southern route along the lakeside.
During a break a Honda Varadero with flat tyre arrived. Of course biker help one another and we got to know „Stas“. He bought his bike in Vladivostok and was on the way home to Kaluga (to the south of Moscow).
These are even just 10,000 km straight through Russia. Because he already drove 100 km with the flat tyre, it was pointless to fix. The tyre mender next door still had an old bald one, roughly the suitable size. Included two holes. No bother, they were patched „professionally“. Total costs, about 1000 roubles (12€).
Stas offered to stay this night at his biker’s friends‘ Clubhouse with him. The evening with Vadim, Illia and Stas turned out to be one of the best evenings of our trip, so far.
On the wall was a map of the world marked with dozens of needles. Now it contains a new one in the South of Germany. Next to the needle in Melbourne there was a business card: „Alex Leonhardt“. Martin owns exactly the same card since Ulaanbaatar. There in the Oasis Guesthouse, we have met this guy. A German emigrant living in Australia since 30 years. That proves it: The world is a village.

Day 17

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Nachdem uns Russland gestern etwas feucht empfangen hat begrüßt uns heute ein genial sonniger Tag. Sibirien 🙂 wenn auch manchmal etwas frisch, ist es ein wunderschönes Stück Land! Die Leute grüßen, die Stimmung im Supermarkt ist entspannt und freundlich. Die Frage von welchem Tier das Fleisch in der Auslage sei wurde mit Tiergeräuschen verständlich gemacht und endete in lautem Gelächter. Der Baikalsee, ein Traum für jeden Wildcamper. Die Fischer ziehen ihre Netze mit einer Winde an den Strand. Sandstrand in Sibirien, unfassbar schön. Für Karibikfeeling fehlen nur noch die Palmen aber Birken tun es auch.

 

After Russia welcomed us slightly wet yestweday, it is lovely and sunny today. Siberia 🙂 though sometimes a bit cold, it is a beautiful piece of land! People are greeting you, the mood in the supermarket is relaxed and friendly. When questioned, from which animal the meat in the display is, was answered by explaining/imitated animal noises and ended in loud laughter. The Lake Baikal, a dream for every wild camper. The fishermen pull their nets with a winch to the beach. The sand beach in Siberia, incredibly beautiful. However, for the Caribbean feeling only the palms are absent, birches also do it.

Day 16

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Auf dem Weg in Richtung Russland lernten wir denn nördlichen Teil der Mongolei kennen. Eine wunderschöne hügelige Landschaft mit tiefgrünen Wiesen, Flüssen und sogar kleine Seen.
Pferde und Kühe leben hier frei um die Jurten der einheimischen Mongolen.
Klasse zum Campen, als Seitenständerunterlage dienten Tierknochen.
Dank des Papiers von unserem gut gesonnen mongolischen Zolloffizier verlief die Ausreise ohne Probleme.
Goodbye Mongolia, welcome Russia.

 

On our way to Russia we exerienced the northern part of Mongolia. A beautiful landscape with rolling hills, rich green meadows, rivers and even small lakes.
Horses and cows live around the yurts of the local mongols free.
Great for camping, as a prop stand cradle animal bones serve well.
Thanks to the paperwork from our well-meaning Mongolian Customs Officer the departure went without any problems.
Goodbye Mongolia, welcome Russia.